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Metallbauer, vom Wintergarten bis zur Skulptur

Der angehende Metallbauer Michel Gränicher baut ein Balkongeländer zusammen.
Der angehende Metallbauer Michel Gränicher baut ein Balkongeländer zusammen.

Michel Gränicher ist einer der über 3000 angehenden Metallbauer der Schweiz. Er wählte den Beruf wegen seiner Vielfältigkeit. Nach den ersten zwei Jahren Lehre findet er alles noch spannender, als er es sich vorgestellt hatte.
Für Michel Gränicher war immer klar, dass er einen handwerklichen Beruf lernen wollte. Mit dieser Einstellung gehört er zu den Ausnahmen. Doch seine Eltern unterstützten ihn, fanden seine Wahl gut, obwohl sie anfangs keine klaren Vorstellungen hatten, was ein Metallbauer macht. Inzwischen wissen sie es. Ihr Sohn lernt, Treppenkonstruktionen, Geländer, Handläufe, Küchenrückwände, Wintergärten, Gartentore, Brunnenskulpturen und einiges mehr zu bauen, vieles davon gut sichtbar. Wenn der junge Mann im Bezirk unterwegs ist, kann er bei Häusern, Gärten und öffentlichen Gebäuden da und dort auf Objekte zeigen, an denen er mitgearbeitet hat.

Bereits nach zwei von insgesamt vier Lehrjahren beherrscht Michel Gränicher die verschiedenen Schweisstechniken und kann fast alle Maschinen bedienen, die bei seinem Lehrmeister, dem Zumiker Ueli Hauser, in der Werkstatt stehen. Und das sind einige. Schneiden, biegen, formen, stanzen, sägen, all dies macht man bei stahl & form wenn immer möglich mit der Maschine. Das ist präziser und geht schneller. Voraussetzung ist allerdings, dass der Metallbauer die Maschine richtig einstellen und programmieren kann. Dazu braucht es ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Auch rechnen und Pläne lesen muss ein Metallbauer beherrschen. Ausserdem muss er kreativ und flexibel sowie wetterfest und fit sein, und ausserdem exakt arbeiten.

Intakte Berufsaussichten für Metallbauer

Bringt er all diese Fähigkeiten mit, sind seine Berufsaussichten gut. Nicht nur an Neubauten, auch bei Renovationen sind fast immer Metallbauarbeiten nötig. Da sind Fachkräfte gefragte Leute. Ausserdem stehen dem Metallbauer nach der Lehre eine ganze Reihe an Weiterbildungsmöglichkeiten offen, vom Projektleiter, Werkstattleiter und Metallbaumeister bis zum Metallbautechniker und Metallbauingenieur.

Ueli Hauser ist zufrieden mit seinem Lehrling im dritten Lehrjahr, und freut sich, dass er diesen Herbst zum ersten Mal seit Jahren unter mehreren Bewerbern für die Lehrstelle 2010 auswählen kann. Sogar eine junge Frau hat sich bei ihm gemeldet. Chancenlos ist sie nicht. Auch wenn die Arbeit anstrengend ist, ein kräftiges Mädchen kann in diesem abwechslungsreichen und kreativen Beruf durchaus mithalten.

Dass viele Eltern ihre Kinder trotz der intakten Berufsaussichten immer noch oft ins Gymnasium drängen, weil sie das Handwerk als Sackgasse einstufen, versteht Hauser nicht. Sein Handwerk hat entgegen häufiger Vorurteile nach wie vor goldenen Boden. Vom schmucken Balkongeländer bis zum glänzenden Handlauf im Schwimmbad, vom Fenstergitter bis zum Wintergarten, stammt alles vom Metallbauer.

Mehr zum Beruf des Metallbauers unter
www.smu.ch.

Redaktion Heidi Mühlemann, RENT A BRAIN

 

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